Die Konzeption der Gruppenangebote im Haus Weißensee basiert auf einem systematischen, alltagsorientierten und realitätsbezogenen Ansatz. Die Jugendlichen sollen stufenweise und entwicklungsspezifisch auf eine eigenverantwortliche und gemeinschaftsfähige Lebensführung mit Volljährigkeit oder bei Bedarf auch darüber hinaus, befähigt werden. Auf der Rechtsgrundlage der §§ 27, 34 i.V. mit § 41 SGB VIII erfolgt die Umsetzung der in den individuell aufgestellten Hilfeplänen vereinbarten Erziehungsziele. Dabei werden die soziokulturellen und individuellen Voraussetzungen zur Annahme und Umsetzung der Hilfe berücksichtigt.

Die realitätsbezogene pädagogische Arbeit wird auf die aktuelle Lebenssituation der Kinder und Jugendlichen abgestimmt.

Dabei wir ein systematischer und alltagsorientierter Ansatz verfolgt.

Die Kinder und Jugendlichen sollen mit Hilfe der Betreuung befähigt werden, sich auf eine eigenverantwortliche Lebensführung stufenweise vorzubereiten, wobei im Haus Weißensee zwei Gruppenangebote mit unterschiedlicher Betreuungsdichte in den Segmenten der Regelleistung und der geringeren Betreuungsdichte angebotenen werden (siehe Unten).

Ein hohes Maß an Fachlichkeit wird beim Erfassen der individuellen tatsächlichen Situationen der Kinder und Jugendlichen gefordert. Es gilt dabei die Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen zur Selbststeuerung zu erhöhen und mögliche Blockaden der Entwicklung durch Fremdsteuerung abzubauen. Obwohl sich die Kinder und Jugendlichen mit der Aufnahme in die Einrichtung in eine neue Gemeinschaft begeben, die von einer gewissen Dauer und Intensität geprägt ist, muss die Möglichkeit einer Einbindung in äußere und entziehende Milieus stets beachtet werden. Weiterhin sind die Biografien und Vorerfahrungen der Kinder und Jugendlichen, wie Fluchterfahrungen, Lebens- und Entwicklungsumstände in den Heimatländern. Verfolgungen, Traumata usw. zu berücksichtigen.

Durch ein System von Hilfe-und Erziehungsmethoden soll die soziale Kompetenz, die Alltagskompetenz sowie die stufenweise steigende Selbständigkeit in wirklichkeitsnahen Situationen lebensweltorientiert, nachhaltig und schnell erlernt werden. Geschlechtsspezifische Aspekte werden berücksichtigt.

Dabei stehen fachlich ausgebildete und persönlich geeignete Bezugspersonen/Betreuer an der Seite der Jugendlichen.

In gemeinsamer Zusammenarbeit aller am Hilfeplanprozess Beteiligten wir ein realitätsbezogener Hilfeplan erstellt, der den dynamischen Prozessen des Alltags gerecht wird und die Kinder und Jugendlichen befähigt, sich schrittweise mit den Anforderung ihrer Lebenswelt auseinanderzusetzen, sie befähigt Probleme er erkennen und zu lösen und ihnen Hinweise und Methoden zur Selbsthilfe vermittelt.